Insidertipps

Als Reisende bin ich Tipps von Insidern gegenüber immer aufgeschlossen. Schließlich ist es mir ein Anliegen, fernab der Touristenmassen meine eigenen, individuellen Wege zu finden. Daher konnte ich leider auch den Vulkan auf bzw. vor Santorini nicht besuchen. Ein Reisebericht und die Vorstellung im Gänsemarsch meiner Reisegruppe folgend das Natureignis zu beobachten zu müssen, schreckte mich ab.
Aus einem ähnlichen Grund konnte ich auch die Harry Potter Bücher nicht lesen. Wenn die so gehypt werden, ist das sicher nichts für mich. Nun ja, als ich das erste Buch dann doch mal in der Hand hatte, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen.

Als mir meine Vermieterin erzählte, dass es noch einen anderen Weg zum Strand gibt, als den an der Straße entlang, hörte ich mit großem Interesse zu und probierte diese Alternative dann gestern mal aus.
Also evtl. habe ich die Wegbeschreibung nicht ganz verstanden, aber mir leuchtete tatsächlich nicht so ganz ein, warum sie mir diesen Weg empfohlen hatte:

Weg

Und es nicht bei meinem sonstigen belassen hatte:

Meer

Aber es ist natürlich so, dass ich als Individualtouristin das Abenteuer suche. Und das habe ich auf diesem Spezialweg auf jeden Fall gefunden. Wie so oft, bei diesen Pfaden fernab der Hauptstraßen war ich anfangs begeistert: Weit und breit niemand zu sehen. Ist das nicht klasse, hier ist wirklich niemand. Ich bin hier ganz alleine unterwegs. Hier ist ja wirklich niemand. Au weia, wenn ich jetzt hinfallen würde, gerade jetzt wo die Saison vorbei ist, wann würde mich da jemand finden? Ein wenig Wasser habe ich ja noch dabei. Mensch, und wie das hier dauernd knistert und knackt im Gebüsch. Kurzum, nach einiger Zeit wurde ich leicht hysterisch. Der Weg war mir doch irgendwie zu einsam und wurde immer unwegsamer. Immer wieder raschelte oder knackte es irgendwo. Zudem freuten sich die vielen Insektenüber den unverhofften Besuch und stürzten sich auf mich. Anfangs war ich noch entspannt, weil ich das Meer sehen konnte, zu dem ich ja wollte, aber der Weg machte dann immer wieder Schlenker, die von meinem eigentlichen Ziel wegzuführen schienen.
Ich war dann doch sehr erleichtert, als ich auf eine befahrene Piste zulief und konnte dann auch den Anblick dieser kleinen Kirche/Kapelle genießen.

Kapelle

Bis dann der Weg wieder einen Schlenker ins Landesinnere machte. Ich war dann schon leicht genervt, weil mir Bewegung natürlich gundsätzlich gut tut, aber aus dem einen Kilometer Weg, schienen langsam zwei zu werden.

Aber Ende gut, alles gut, ich kam schlussendlich sogar genau an meinem Lieblings-Strandstück heraus. Und ich hatte mal wieder ein kleines Abenteuer erlebt.
Nächstes Mal laufe ich wieder den Weg an Hauptstraße und Meer entlang, aber nun kann ich mich an diesem noch mehr erfreuen als vorher. Zu Beginn schien er mir lang(weilig) zu sein. Jetzt empfinde ich ihn sicher als sehr entspannend.

Das Leben als Individualtouristin ist so beeindruckend selbstbestimmt. 😉

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