Geburtstag

Vor ein paar Jahren war ich auf einem Geburtstag und es gab Erdbeerkuchen mit frischen Erdbeeren. Die Gastgeberin erzählte, dass dieser Kuchen ihre jährliche Geburtstagstradition sei. Als die Gastgeberin später noch ergänzte, dass sie ja total gerne Pfingstrosen geschenkt bekäme, war ich vollends fasziniert.
Ich habe noch nie einen Kuchen mit frischen Erdbeeren gemacht, und vor allen Dingen auch noch nie an meinem Geburtstag. Und Pfingstrosen hatte mir zu diesem Anlass auch noch niemand geschenkt. Das mit dem Erdbeerkuchen liegt zum einen daran, dass ich Erdbeeren so lecker finde, dass ich sie eigentlich immer sofort und möglichst pur aufessen muss und zum anderen natürlich daran, dass ich im Winter Geburtstag habe.  Letzteres erklärt natürlich auch die fehlenden Pfingstrosen.

Seltsam, aber mir war vorher noch nie aufgefallen, dass der Zeitpunkt einer Geburtstagsfeier auch auf Blumen und Essen Auswirkungen haben könnte! Das mag auch daran liegen, dass die meisten Menschen, zu deren Geburtstagen ich eingeladen werde, im Winter/Frühjahr/Herbst Geburtstag haben.

Ich habe ja eigentlich immer Menschen beneidet, die im Sommer feiern können, da sie so viele Möglichkeiten haben, die ich nicht habe: Sie können z. B. draußen Picknicks veranstalten.
Allerdings musste ich feststellen, dass die, die in sommernähe Geburtstag haben, immer mit der Wetterfrage kämpfen müssen oder mit sowas wie Feiertagen, Fußballmeisterschaften etc.
Bei mir ist es so gesehen einfacher: Gefeiert wird drinnen. Und ja, manchmal sind auch Winterferien oder Skireisen angesagt. Irgendwie scheint aber jeder Geburtstagszeitraum so seine Nachteile zu haben.

Ich war gestern bei schönstem Sommerwetter auf einer Geburtstagfeier, bei der die Hälfte der Gäste draußen auf einer Terrasse saß. Es wurde zwar irgendwann doch recht kühl, aber draußen zu sitzen, war möglich.
Es war ein runder Geburtstag und daher etwas größer angelegt.
Ich fand die Feier sehr harmonisch, mit einem ausgeglichenen Verhältnis an Geburtstagaktivitäten (Gesang, Reden etc.) und Zeiträumen sich miteinander unterhalten zu können.

Hat mir gut gefallen. So gut, dass ich dann irgendwann im Laufe des Abends anfing, mir darüber Gedanken zu machen, wie ich meinen nächsten runden Geburtstag am liebsten feiern würde. Und immer wieder musste ich mich selbst daran erinnern, dass eine Terrasse, auf der die Gäste sitzen können, eigentlich nicht so wirklich wichtig für meine optimale Feierlocation wäre.

Irgendwie hätte ich ja Lust auf eine Party wie in alten Zeiten: Alle bringen was mit, statt Catering in gediegener Atmosphäre. Gleichzeitig fände ich eine „Offene Bühne“ klasse (um mal nicht den Scheinanglizismus „Open Stage“ zu nutzen). Aber bleibt da genügend Zeit sich miteinander zu unterhalten? Und was mache ich mit dem Wunsch Vieler, tanzen zu wollen? Wo ich doch eigentlich am liebsten meine Musikkassetten aus den 80ern/90ern würde einlegen und durchlaufen lassen.

Heute morgen dachte ich dann, dass ich ja ein Zeltwochenende sehr schön fänd. Mit Baden im See und den ganzen Tag Zeit für die kulturellen Lesebühnen-Highlights von mir und meinen Gästen. Bis mir dann einfiel, dass Zelten und Baden im Winter einfach mal nicht so gut kommt. Und die Feier in den Sommer zu verlegen bringt ja dann wieder diverse Terminschwierigkeiten mit sich. Dann vielleicht doch lieber nach dem Motto, die Feste zu feiern, wie sie fallen.

Nun ja, dass das Planen von Geburtstagsfeiern kein leichtes Unterfangen ist, wusste ich ja schon länger. Aber ich habe ja noch etwas Zeit drüber nachzudenken.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s