Hallo Berlin

War keine gute Idee eine Überschrift auszusuchen, die mir Puls verursacht. Ganz schlimmen Puls sogar.

Muss ich ausführen, wovon ich spreche? Ich spreche von der meist sehr euphorisch geäußerten Begrüßungsform auf Großveranstaltungen. Findet diese in Essen statt: „Hallo Essen“, findet sie in Berlin statt: „Hallo Berlin“.

Ich finde das saubescheuert. Wir haben hier in Berlin zwar den Slogan „be berlin“. Aber dennoch: Ich bin nicht Berlin. Ich bin vielleicht Berlinerin. Aber ich bin nicht Berlin.

Heute war ich auf einer Veranstaltung. Leidenschaftlich begrüßte die Moderatorin das Publikum mit „Hallo Veranstaltung“. Bin ich Veranstaltung? Nein, bin ich nicht. Ich bin Besucherin der Veranstaltung.

Was mich ja wundert: Warum reagiert überhaupt jemand auf so eine unpassende Begrüßung? Sind die anderen Berlin? Oder sind sie Veranstaltung? Oder Essen?

Sollte ich vielleicht mal auf der Arbeit probieren. Statt eines „Guten Morgens“ sollte ich vielleicht mal fröhlich „Hallo Firma“ ausprobieren. Was allerdings, wenn meine Kolleg_innen darauf anspringen? Das wäre schlimm. Ganz schlimm. Bekomme wieder Puls.

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